Klar: Hütchen, Bälle, Leibchen, ein paar Stangen und Mini-Tore gehören in jedes Training. Aber manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Es gibt Materialien, die in keiner Standardausstattung enthalten sind, aber dein Training spürbar aufwerten können. Sie sind keine Pflicht – aber kleine Gamechanger, wenn du Abwechslung und gezieltere Reize setzen willst.
Hier stelle ich dir fünf solcher Tools vor:
[HINWEIS: Es handelt sich nicht um Produktempfehlungen. Wenn ihr Interesse habt, einfach googlen. Zudem: Ich habe die Tools nicht selber getestet, sie wurden von einzelnen Trainer*innen als Ideen bei mir eingereicht.]
1) Dribbelbrille – Ballkontrolle ohne Hinsehen
Die Dribbelbrille zwingt Kinder dazu, den Kopf oben zu behalten und den Ball nicht ständig anzustarren. Klingt erstmal hart, ist aber Gold wert: Die Kids lernen, das Feld zu überblicken und gleichzeitig den Ball sauber zu führen.
Praktisch: Das Sichtfeld nach vorne bleibt frei, nur der Blick nach unten wird blockiert. So merken die Kinder schnell, dass man Dribbeln auch „blind“ kann – und dabei sogar viel mehr vom Spiel mitbekommt.
(Abbildung siehe Titelbild)
2) AreaShooter – Zielschießen mit System

Ein Tor mit Plane, in der ein paar Zielöffnungen ausgeschnitten sind – mehr steckt nicht dahinter. Aber die Wirkung ist groß: Kinder lernen, gezielt Ecken anzuvisieren, statt einfach „irgendwie“ aufs Tor zu bolzen.
Die Trefferquote steigt, die Kinder bekommen visuelles Feedback und merken schnell, dass ein platzierter Schuss oft mehr wert ist als einer mit voller Wucht. Perfekt für kleine Wettbewerbe und als Motivation zwischendurch.
3) Prallwand – der unermüdliche Mitspieler

Die Prallwand ist nichts anderes als ein stabiler Ballrückpraller. Kinder passen dagegen, der Ball kommt zurück – und sie können sofort weitermachen. Ob Passen, An- und Mitnahme oder schnelle Kombinationen: Das Ding macht keine Fehler und hält jeden Ball im Spiel.
Spannend wird’s, wenn du die Wand in unterschiedlichen Winkeln aufstellst – dann variiert die Flugbahn, und die Kids müssen noch wacher reagieren.
4) Trainingscircle – Koordination mal anders

Der bunte Kreis auf dem Boden sieht harmlos aus, ist aber ein echter Allrounder. Du kannst damit Technikübungen strukturieren, Passaufgaben geben oder kleine Reaktionsspiele einbauen.
Beispiel: Ein Kind steht in der Mitte, andere spielen von außen den Ball zu. Das Kind muss den Ball sauber annehmen und direkt zurückpassen. Klingt simpel, bringt aber Tempo, Übersicht und Spaß ins Training. Besonders für Gruppenübungen klasse.
5) Bodenballabweicher – Überraschung für die Torhüter

Für Keeper ist es oft schwer, im Training echte Spielsituationen zu simulieren. Der Bodenballabweicher macht’s möglich: Er lenkt den Ball unvorhersehbar ab – mal hoppelt er hoch, mal bleibt er flach.
So lernen Torhüter, auf unregelmäßige Ballbewegungen zu reagieren und ständig wachsam zu bleiben. Auch Feldspieler haben Spaß daran, weil plötzlich niemand weiß, wohin der Ball wirklich rollt.
Fazit: Kein Muss, aber ein Plus
Keines dieser Materialien ersetzt die Basics. Aber sie bringen Abwechslung, schulen spezielle Fähigkeiten und machen Trainingseinheiten lebendiger. Für uns Trainer*innen heißt das: weniger „Schema F“ und mehr Möglichkeiten, die Kids kreativ zu fordern.
Ihr habt weitere coole Ausrüstungs-Tipps? Schickt sie mir gerne an mail.coachunited[at]gmail.com.
